
Die Interessengemeinschaft Alte Bürsti mobilisiert nun die Bevölkerung für den Erhalt der ehemaligen Bürstenfabrik Walther in Oberentfelden und startet eine Unterschriftensammlung. "Wir möchten jenem Teil der Bevölkerung, der die Werkstätten und Ateliers in der ehemaligen Bürstenfabrik weiterführen will, Gelegenheit geben, sich zu äussern", sagt Kunstmaler Hannes Egli. Die IG gehe davon aus, dass das auch für die Gemeinde eine wichtige Information sein werde. "Es waren bis anhin eher diejenigen Stimmen zu hören, die die Bürsti abzustossen wünschen."
Vor rund einem Monat wurde bekannt, dass die Gemeinde Oberentfelden das Areal der ehemaligen Bürstenfabrik verkaufen will. Der Gemeinderat hat der Immobilienfirma Losinger den Auftrag erteilt, eine Umnutzung zu projektieren und einen Investor zu suchen. Die Gemeinde soll das finanzielle Risiko der sanierungsbedürftigen Liegenschaften nicht selber tragen.
Seit dem Kauf 1996 vermietete die Bauverwaltung die Hallen, Werkstätten und Ateliers. Kleinbetriebe siedelten sich an: Handwerker und Dienstleister, Kunst- und Kulturschaffende, Bands und Vereine. Viele der Aktivitäten seien nicht gewinnorientiert und daher nur dank dem bezahlbaren Raumangebot möglich, so die IG.
IG fordert Zusammenarbeit
Die Petition fordert vom Gemeinderat den Erhalt der Altbauten und die langfristige Nutzung als Kultur- und Handwerkerzentrum. Die finanziellen und rechtlichen Grundlagen für den alten Fabrikteil seien so zu gestalten, dass die Vielfalt der heutigen Mieterschaft bestehen bleibe und eine sanfte Sanierung der Gebäude durchgeführt werden könne. Die Zukunft der Alten Bürsti sei in Zusammenarbeit mit der IG aufzugleisen. "Die Alte Bürsti ist nicht ersetzbar", sagt Egli. Die Unterschriftensammlung läuft bis 15.Dezember und soll vor den Winterferien bei der Gemeindekanzlei eingereicht werden.