SP Oberentfelden für 
Erhalt der alten Bürsti

Aargauer Zeitung / MLZ 31. Mai. 2010
von Ruedi Hirt


An der kommenden Gemeindeversammlung befinden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger unter anderem über den Projektierungskredit eines Gestaltungsplanes für das Areal der ehemaligen Bürstenfabrik. Der Gemeinderat will ein Generalunternehmen mit der Ausarbeitung eines Bauprojektes beauftragen, damit die Liegenschaft verkauft werden kann.

Die SP befürchtet, dass damit die alte Bürsti als einzigartiges Sammelbecken von Kunst, Handwerk und Jugendkultur endgültig unter die Räder gerät. Einmal mehr soll ein kulturell wertvoller Freiraum dem Streben nach Gewinn geopfert werden.

Mit dem Kauf der Parzellen vor etlichen Jahren hat die Bevölkerung Weitsicht bewiesen und sich gleichzeitig Raum für die Gestaltung des Dorfes offen gehalten. Es wäre nach Ansicht der SP ein grosser Fehler, diesen Gestaltungsfreiraum heute an ein rein gewinnorientiertes Generalunternehmen zu delegieren.

Die Partei erwartet vom Gemeinderat, dass er einen Marschhalt einlegt und ernsthaft nach Alternativen sucht, welche den Erhalt von Kultur, Handwerk und sozialen Einrichtungen auf dem Areal gewährleisten. Ähnlich gelagerte Projekte in anderen Gemeinden beweisen, dass der Einbezug der interessierten Bevölkerung zu erfolgreichen Lösungen führen kann. In diesem Sinne weist die SP den Kreditantrag klar zurück. Der Zonenplanänderung des betroffenen Areals sowie den restlichen Traktanden der Einwohnergemeinde stimmt die Partei zu.