Erster Vorbote der Überbauung

Aargauer Zeitung / MLZ 13. Januar 2010
von Thomas Röthlin

Ein Teil des Areals der alten Bürstenfabrik in Oberentfelden soll umgezont werden

Heute Mittwoch setzen sich in Oberentfelden Behörden, Mieter der ehemaligen Bürstenfabrik Walther (Alte Bürsti) und die Immobilienentwicklungsspezialisten der Losinger Construction AG an den runden Tisch. Losinger präsentiert Umnutzungsvisionen für die Industriebrache. Das Unternehmen ist beauftragt von der Gemeinde, die das von Handwerkern, Künstlern und sonstigen Kleinunternehmern zwischengenutzte Fabrikareal verkaufen will, weil es sanierungsbedürftig ist. Ein Teil der Mieter möchte die Alte Bürsti als günstigen Raum für die Kreativwirtschaft erhalten. Die IG Alte Bürsti hat vor Weihnachten eine Petition mit 2770 Unterschriften eingereicht und steht in Kontakt mit einer Stiftung, die in umgenutzte Fabrikliegenschaften investiert. Losinger hingegen sucht nach einem Investor für ein Renditeobjekt.
Ein Vorbote der Überbauung ist das derzeit öffentlich aufliegende Umzonungsgesuch für einen Teil des Areals. Rund 4400 Quadratmeter sollen der Wohnzone W3 zugeschlagen werden. Heute befinden sich die drei Holzschuppen in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. «Eine Reservefläche für einen Kindergarten oder ein Quartierschulhaus», erklärt Gemeindeschreiber Max Haudenschild. Sie werde dank dem Schulverband Entfelden nicht mehr benötigt.
Haudenschild glaubt, die Umzonung sei «reine Formsache». Andererseits handle es sich um die erste offzielle Oppositionsmöglichkeit gegen die Neunutzung.